Kombikraftwerke erreichen hohe Wirkungsgrade durch die Kombination von zwei thermodynamischen Zyklen: dem Joule-Zyklus (Gasturbine) und dem Rankine-Zyklus (Dampfturbine). Bei dieser Anlage wird Gas in einer Gasturbine verbrannt, um mechanische Energie zu erzeugen, die von einem Generator in Strom umgewandelt wird. Die heißen Abgase der Gasturbine werden zur Erzeugung von Dampf genutzt, der eine zweite Dampfturbine antreibt, die wiederum einen Generator zur Erzeugung von zusätzlichem Strom antreibt.
Um einen maximalen Wirkungsgrad zu erreichen, muss der Druck im Kondensator der Dampfturbine so niedrig wie möglich gehalten werden. Niedrigere Drücke verbessern den thermischen Wirkungsgrad des Dampfkreislaufs, maximieren die Energieausbeute und senken den Brennstoffverbrauch. Dieses Prinzip wird im Clausius-Rankine-Zyklus beschrieben.
Der Druck im Kondensator wird durch die Temperatur des Kühlwassers beeinflusst und liegt unter dem atmosphärischen Druck, wodurch ein Vakuum entsteht. Dieses Vakuum kann beeinträchtigt werden, wenn Luft in das System eindringt, typischerweise an Flanschverbindungen oder anderen Stellen zwischen Turbine und Kondensator. Eine Erhöhung des Luftanteils erhöht den Gesamtdruck, wodurch der Wirkungsgrad und die Leistung sinken und die CO2-Emissionen steigen.